Beratung in unseren beiden
„Fachstellen für pflegende Angehörige“

 

Alzheimer Gesellschaften beraten vorrangig Demenzkranke und pflegende Angehörige. Die Beratung dient in erster Linie der Stärkung der persönlichen Handlungskompetenz und der Hilfe zur Selbsthilfe auf allen Ebenen: “ Mit der Zeit war ich Tag und Nacht beschäftigt, meinen Mann zu versorgen. Meine Kräfte und der wenige Schlaf machten mich mutloser und nervöser. Dann der Schock der Diagnose, die ich eigentlich schon kannte – ohne zu begreifen, dass sich nunmehr alles, aber auch alles in unserem Leben ändern würde“.

Beratung in anerkannten Fachstellen des bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege müssen sich darüber hinaus an gesetzliche Vorgaben halten: Durch psychosoziale Beratung, begleitende Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen soll die Fachstelle verhindern, dass die Angehörigen durch die oft lang andauernde Pflege selbst erkranken und zum Pflegefall werden (Angehörigenarbeit). Ihre Pflegebereitschaft zu erhalten und die Pflegefähigkeit zu sichern (Prävention), muss auch im Interesse der Pflegebedürftigen wie der Kommunen und des Staates oberstes Ziel der Angehörigenarbeit sein. — (Richtlinie vom 12.05.2011)

Die Fachstellen sollen die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI und das Versorgungsmanagement
nach § 11 Abs. 4 SGB XI ergänzen.

Aufgabe von Fachstellen ist es, kontinuierlich und in offener Zusammenarbeit – mit allen am
Pflegenetzwerk Beteiligten – Angehörige psychosozial zu beraten, zu entlasten, zu unterstützen.

Hierzu gehören insbesondere:

  • Neutrale Information und Beratung über Hilfsangebote
    und deren Finanzierung
  • Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
  • Aktivierung des persönlichen Umfeldes
  • Verbesserung der Zusammenarbeit
    zwischen Angehörigen und Pflegefachkräften,
    andere Berufsgruppen/ ehrenamtliche Helfer
  • Öffentlichkeitsarbeit

Wir in den Fachstellen in Weilheim und Garmisch–Partenkirchen werden nur jeweils anteilig gefördert. Für Leistungen, die über die oben genannten Aufgaben hinausgehen, erbitten wir Gebühren oder Spenden. Fragen Sie uns, wir sind für Sie da!