Interessiert Sie die neueste Wohnform in Weilheim?
Kommen Sie zur Besichtigung : Sie fragen – Moderation und Angehörige antworten! 

Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sind in Weilheim eine neue Wohnform, bei der die Angehörigen Kontrolle und Verantwortung behalten. Die Mieter werden in „WG Josef“ mit 10 Personen und in „WG Maria“ mit 9 Personen rund um die Uhr nach dem Konzept der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. betreut. Soweit es ihre Fähigkeiten zulassen, werden die Mieter am Alltagsgeschehen beteiligt. So bleiben noch vorhandene Kompetenzen länger erhalten. Die Pflege und Betreuung übernimmt im Auftrag der Angehörigen für beide Wohngemeinschaften die Ökumenische Sozialstation Oberland.

  • In die „WG Josef“ zogen im Februar 2016 die ersten Mieter ein und in die „WG Maria“ war der Einzug ab ab Januar 2017.
  • In beiden Wohngemeinschaften gibt es noch freie Zimmer, bewerben Sie sich schnell!
  • Für die Weilheimer Wohngemeinschaften ist bis Herbst 2017  MARO-Moderatorin Vlasta Beck zuständig; die Alzheimer Gesellschaft bleibt in der Rolle des Vermittlers und kooperiert mit der MARO-Genossenschaft, dem Pflegedienst und vor allem den Angehörigen.
  • Bei Interesse: Kontakt Moderatorin Vlasta Beck: 0176-34 22 06 78 oder v.beck@maro-genossenschaft.de

Die Adresse: Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz –
„WG Josef“ im Erdgeschoss und 1. Etage / „WG Maria“ in der 2. und 3. Etage, Paradeisstraße 20a, 82362 Weilheim in OB

  • weitere Informationen beim Bauherrn und Vermieter der MARO Genossenschaft eG: www.maro-genossenschaft.de oder 08841 / 488 917

Ambulant betreute Wohngemeinschaften

Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind eine Versorgung, die zwischen der stationären Unterbringung im Heim und der privaten Versorgung zuhause liegt. Insbesondere für Demenz– und Alzheimer–Kranke haben sich ambulant betreute Demenz–WGs sehr gut bewährt. Das Bayerische Sozialministerium unterstützt und fördert die Entstehung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften ausdrücklich.

Ambulant betreute Wohngemeinschaften unterliegen nicht der Heim–Gesetzgebung, sondern sind in Bayern in einem eigenen Gesetz geregelt. In Bayern sind bereits über 40 Demenz–WGs entstanden, bundesweit etwa 1.000 Einrichtungen. Die Alzheimer Gesellschaft mit Sitz in Weilheim ist seit Jahren an einer Demenz–WG sehr interessiert; da die Anzahl der Demenzkranken so steil ansteigt, sieht der Verein einen großen Bedarf. Für Demenzkranke sind die nächsten ambulant betreuten Wohngemeinschaften erst in Starnberg oder Fuchstal zu finden. In einer ambulant betreuten WG wohnen bis zu 12 Personen, das Gebäude wird speziell auf diese Nutzung hin geplant. Bis zu zwei WGs dürfen auf einem Grundstück errichtet werden.

Ein ambulanter Dienst, der von den Bewohnern für die WG frei gewählt werden kann, übernimmt in enger Abstimmung mit der Alzheimer Gesellschaft die ambulante Pflege und die 24–Stunden–Präsenz, so dass die Betreuung stets gewährleistet ist. In einer Demenz–WG sind vor– und nachmittags immer zwei bis drei Pflege– und Betreuungskräfte für die Bewohner da, nachts eine Kraft. Der Verbleib bis zum Tod ist Bestandteil des Konzeptes.


Vorteile für Weilheim:

  • Ein Angebot nah an der privaten, häuslichen Versorgung
  • Für diejenigen gedacht, die ihren Angehörigen „nie ins Heim“ geben möchten
  • Nach allen Erkenntnissen, die optimale Versorgungsform für Demenzkranke
  • Kleinteilig organisiert und tragfähig, ohne hohe Mindestanforderungen bei der Größe
  • Ein weiterer Baustein in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe ambulant vor stationär

Ambulant betreute Wohngemeinschaften zielen vor allem auf die Bewohner und Angehörigen ab,
die sich in die Strukturen und Abläufe stark einbringen und die mitentscheiden wollen.

Die Unterschiede zum Pflegeheim sind:

  • für den Patienten bleibt der Tagesablauf normaler Alltag
  • er ist komplett versorgt, hat viele Freiheiten und fühlt sich nicht entmündigt,
  • die Aktivitäten in der Gemeinschaft (eine gemeinsame Haushaltführung,
    Ergotherapie, Spiele, Musizieren, Feierlichkeiten, Haustierversorgung usw.)
    helfen ihm, seine kognitiven Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten
  • die Angehörigen können ihr Familienmitglied in seiner eigenen Wohnung
    besuchen und ansonsten ihr Leben wieder normal führen

Die Unterschiede zum Betreuten Wohnen sind

  • Die Betreuung in einer ambulant betreuten WG erfolgt in der Regel über 24 Stunden Tag und Nacht.
  • Viele alltägliche Dinge (wie z.B. Kochen, Essen, Wäsche waschen) werden gemeinsam erledigt.
  • Die Mitbewohner einer Demenz–WG haben prinzipiell dieselbe Grunderkrankung.
    Dadurch ist der Tagesablauf und die Form der Betreuung darauf eingespielt und professionalisiert.